UMWELTSCHUTZ / WASSERWIRTSCHAFT / KANAL / KANALGEBÜHREN

Voraussetzung für eine wirkungsvolle Umweltpolitik sind auch auf Gemeindeebene Kompetenz und Fachwissen. Realitätsferne Naturschutzromantik ist ebenso wie Umweltschutz-Aktionismus kontraproduktiv. Mit der Verbreitung von Angst und Hysterie kommt man beim Umweltschutz zu keinen wirksamen Problemlösungen.

 

Soweit auf kommunaler Ebene ein politischer Gestaltungsspielraum zur Lösung von Umweltproblemen besteht, wollen wir selbstverständlich an der Gestaltung dieser Umweltpolitik mitwirken und eigene Initiativen ergreifen.

Folgenden Bereichen wollen wir besonders Augenmerk zuwenden:

1. Wasserbau und Gewässerschutz:

1.1 Wir fordern die Umsetzung wasserbautechnischer Maßnahmen beim Durchsticheinlauf ( Abzweigung des Durchstichs nahe dem Silbersee)zur Gewährleistung einer ganzjährig Durchströmung des Durchstichs. Nur dadurch ist sowohl die erforderliche ökologische Funktionsfähigkeit des Durchstichs gesichert, als auch die kontinuierliche Wasserzufuhr in das Geschirrwasser und die Donau-Altarme sowie in das Strandbad und auch die erforderliche Dotierung des Grundwassers gewährleistet.
Lageplan Gschirrwasser

1.2 Wir fordern die Weiterführung einer naturnahen Gestaltung des Kierlingbaches und des Weidlingbaches . Durch den Bau von Rückhaltebecken ist eine solche möglich, ohne dass dabei der Hochwasserschutz vernachlässigt werden müsste.
Damit verbundene wasserbautechnische Maßnahmen könnten durch Sicherung des Zuleitens einer Restwassermenge das Trockenfallen (Versiegen) der Bäche während extremer Trockenzeiten verhindern.

1.3 Entschlammung des Strandbad-Donaualtarmes

Wir fordern Maßnahmen, die der stetig zunehmenden
Schlammablagerung im Donaualtarm im Bereiche des
Strandbades und der Pionierinsel und somit der zunehmenden
Verlandung entgegenwirken. Dies muss in Koordination mit den
unter “Gewässerschutz” geforderten Maßnahmen erfolgen.

2. Wasserversorgung:

Die Klosterneuburger Wasserversorgung ist dank der ausgezeichneten Arbeit der Leitung und der Mitarbeiter im Klosterneuburger Wasserwerk und auch der Leistungen in vorangegangen Gemeinderatsperioden als zuständige Stadträte arbeitenden Wasserfachleute DI Peter Hofbauer und DI Franz Lebeth in sehr gutem Zustand. Das aus Brunnen in der Au gepumpte Wasser hat einwandfreie Trinkwasserqualität. Nach der ebenfalls auf Initiative von Lebeth und Hofbauer erfolgten Altlastensanierung in der Au ist auch das größte Gefährdungspotential für das Grundwasser beseitigt worden.
Sorge bereitet allerdings nach wie vor die relativ hohe Wasserhärte:
( Das von Hofbauer in Erwägung gezogene Projekt einer Zentralen Wasserenthärtung ist nach derzeitigem Stand der Technik in Hinblick auf die Kosten-Nutzenrechnung kaum realisierbar. Man wird aber die diesbezüglichen technischen Entwicklungen laufend verfolgen.)
Gemeinderat Dipl.Ing. Peter Hofbauer war in seinem Hauptberuf Betriebsleiter der II. Wiener Hochquellenwasserleitung.
Auf seine Initiative wurde die aus der Zeit der Zugehörigkeit von Klosterneuburg zu Wien stammende Rohrleitung zwischen Wien und Klosterneuburg erneuert und neu dimensioniert , sodass eine Notversorgung von Klosterneuburgs aus dem Wiener Rohrnetz ermöglicht. Über diese Verbindungsleitung könnte aber auch eine dauernde Versorgung zumindest von Teilen des Klosterneuburger Stadtgebietes mit Hochquellwasser erfolgen. Diesbezüglichen Anträgen von DI Peter Hofbauer wurde im Gemeinderat zum Zeitpunkt der Antragstellung bestehenden ÖVP-GRÜNE Koalition nicht einmal die Dringlichkeit zuerkannt. Über entsprechende Initiativen wollte man nicht einmal diskutieren.

Die LISTE PETER HOFBAUER wird den Antrag neuerlich im Gemeinderat einbringen.

3. Kanal und Kanalgebühren

Wir unterstützen alle Intentionen die Kläranlage und das
Kanalsystem dem Stand der Technik und der
Umweltwissenschaften anzupassen.

Wir fordern mit Nachdruck gerechte Kanalgebühren:

Die Kanalgebühren werden nur in Niederösterreich nach der
Wohnnutzfläche (!!) berechnet .Das Verursacherprinzip wird damit ignoriert. Dies ist weder sozial gerechtfertigt noch ökologisch
sinnvoll.
Auch ein von Stadtrat Dipl.Ing.Lebeth, der mittlerweile nicht mehr dem Gemeinderat angehört, erarbeiteter Lösungsvorschlag soll als Grundlage für weitere diesbezügliche Überlegungen dienen.

4. Hochwasserschutz

Auf Grundlage der von Dipl.Ing. Lebeth erstellten Arbeiten zum Thema Integraler Hochwasserschutz werden wir uns sowohl den Themen Donauhochwasserschutz (Kritzendorf Bauteil 3 und Donaustrasse ) und Hochwasserschutz entlang Weidlingerbach und Kierlingerbach eingehend widmen.
Die betreffend Rückhaltebecken Stollhof und Stegleiten von Seiten ÖVP erst vor kurzer Zeit getroffenen Entscheidungen stehen im Widersprich zu den bisher mit hohem Kostenaufwand erstellten Projekten. Dies bedarf allerdings einer genaueren Prüfung.

5. Ökologische Themen

Auch auf kommunaler Ebene ergeben sich Möglichkeiten, ökologische Maßnahmen zu ergreifen.
Hier wäre u.a der Artenschutz zu nennen. Wir fordern, dass solche Maßnahmen auch wahrgenommen und bei bestehender Möglichkeit auch verwirklicht werden.
Unsere Forderungen stehen dabei offenbar im Gegensatz zur völlig unbegreiflichen Haltung der seinerzeitigen
ÖVP – GRÜNE – Koalition.
Ein Beispiel:
Man hat aus rein parteipolitischem Kalkül den Vorschlag von Peter Hofbauer abgelehnt, einen aufgelassenen unterirdischen Trinkwasserbehälter bei gleichzeitiger Einsparung der Abbruchkosten in ein Fledermauswinterquartier umzuwandeln, obwohl von Fachleuten die Eignung bestätigt wurde.
Herr Bürgermeister Dr. Gottfried Schuh verfügte damals den kostspieligen Abbruch des Behälters, bei dem er sich kurz davor noch fotografieren ließ.

Wir unterstützen alle Initiativen des Naturschutzbundes Klosterneuburg unter der Leitung des Ortsgruppenleiters Rudolf Kropacek betreffend Artenschutz .